Freitag, 31. Juli 2009
Mumbai....
Wir kamen Donnerstag um 6:00 in Mumbai an und waren überrascht, wie wenig Menschen uns erkannt haben. Ok, auch für die Inder war es noch früh, aber dennoch....ein Rupie schläft nicht.

Der CST oder Victoria Station ist der Bahnhof, an dem jeden Tag ca 2.5 Mio Menschen umgeschlagen werden. Mit uns waren es dann 2.5 und 2, aber das fiel nicht weiter ins Gewicht. Nach mehrfachen Anläufen entschieden wir uns dann für ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs. Wir schlummerten dort erst einmal ein paar Stunden, bevor wir uns ins Getümmel stürzten....

Ich liess mir für 10 Euro 3 Maashemden schneidern, die nach einmal waschen von mir fachmännisch entsorgt wurden.

An diesem Tag nahmen wir uns ein Taxi, welches uns durch Mumbai fahren sollte. Das Taxometer wurde angestellt und dann gings los. Einmal durch Mumbai fahrend von oben nach unten und rechts nach links versuchten wir vergebens die Schönen Bollywoods zu erblicken.


kleiner Spaziergang durch Mumbai

Stattdessen sah man eine Metropole, die sich an ihren Gegensätzen messen lassen kann. Alte viktorianische Häuser, Wolkenkratzer, ein Strand und viele Slums prägen das Stadtbild.

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Von Goa to Mumbai....
Mittwoch entschlossen wir uns dann, den Weg nach Mumbai anzutreten, da unser Flieger ja schon am Freitag losdüsen sollte. Also packten wir wieder mittlerweile entspannt unsere Packs und gingen noch einmal zum Strand, um den Kindern auf Wiedersehen zu sagen und ihnen noch einmal das Geschäft ihres Lebens zu vermitteln, wobei wir danach gänzlich mittellos am Strand herumliefen;-)


So stehen wir hier am Mittelmeer und haben keine Mittel mehr....oder so ähnlich

Die Kinder freuten sich, wobei Sven im Laufe seiner Ausbildung zum "Bargainer" so ziemlich alle Register zog, aber Sieger war Ende wer.......?


Knallhartes Verkaufsgespräch mit Duellcharakter

Der Abendzug von Tivi sollte uns dann nach Mumbai bringen. Abfahrt war 17:00, so dass wir am nächsten Morgen um 6:00 in Mumbai ankamen. Zwischenzeitlich waren wir mal wieder die Attraktion für die Inder. Man wollte Fotos mit uns machen, denn man hielt mich zwischenzeitlich für irgendeinen Rockstar aus den Staaten, was ich aber schnell entkräftigen konnte, indem ich sie von meinen Gesangseinlagen nicht überzeugen konnte.

Die Nachtfahrt verlief auffällig gut und ruhig. Wir waren mittlerweile mit allen aus unserem Abteil befreundet, weil Sven ihnen eine Zigarette nach der anderen drehte. Die Stimmung erreichte sozusagen den Siedepunkt, denn die Inder tranken ihren Alkohol heimlich aus Flaschen mit Tütenüberzug. Mir wurde gewahr, dass es sowas wie Moral geben musse, denn die Angst, erwischt zu werden, war riesengroß.

"Aha", dachte ich, "Alk saufen, danach ins Bordell fahren, den Müll während der Fahrt aus dem Fenster schmeissen, den Touristinnen hinterherstealken und im Zug rauchen ist ok, aber ansonsten sind alte Traditionen super.....!" Aufgrund der mangelnden Einstimmigkeit des Gesprächsverlaufes schliefen wir dann irgendwann ein und wachten Stunden später in Mumbai wieder auf.

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Goa on Tuesday....
Nun ja....Der Dienstag begann regnerisch. Das hielt uns aber nicht davon ab, einen Motorroller zu mieten trotz der Warnungen des "Deutschen" aus unserem Hotel. Dass "der Deutsche" an sich ja risikoavers und wenig volatil ist, weiss man ja aus seiner Heimat, aber den Monsun fürchteten wir dennoch nicht.


Sven hatte keine Lust mehr auf Verhandlungsgespräche

Der Weg führte uns über allerlei Feldwege nach Panjim, der Haupstadt Goas. Dort hupten wir uns durch die Straßen, denn wir adaptierten das verkehrstechnische Verhalten der Inder, so dass wir doch tatsächlich irgendwann von der Polizei angehalten wurden.

Ob wir die Einbahnstraße nicht gesehen hätten? Sven und ich schauten uns an und mussten loslachen. Einbahnstraßen in Indien!!! Nach 10 Minuten Schildersuchen mussten wir uns eingestehen, dass der Polizist Recht hatte und waren bereit, die gerechte Strafe entgegenzunehmen. 600 Rupien (10 Euro!!!) Ich symbolisierte dem Polzisten, dass ich nicht bereit sei, diese hohe Strafe auf mich zu nehmen, mit ihm aber gerne in dem Policeoffice, an dem wir vorbeifuhren, über die Sache mit seinem Vorgesetzten zu sprechen.
100 Rupien (1,50)!!! lautete daraufhin die Antwort, mit der wir gut leben konnten.

Nach diesem Schock mittlerer Stärke maschierten wir durch die Straßen, immer auf der Suche nach den Schnäppchen Indiens. Ein Händler wollte uns unbedingt seinen Shop zeigen, nachdem er uns ca. 1 Stunde durch die Stadt begleitete, sich aber immer in gutem Abstand von 30 cm zu uns aufhielt. Irgendwann gaben wir nach und besuchten seinen "Shop".


Sven passte auf den gelben "Sack-Shop" auf, während der Verkäufer Geld wechseln musste

Nachdem Sven sein Schnäppchen machte (Hochzeitsgeschenk), musste der Verkäufer Geld wechseln und ließ uns mit seinem "Shop" alleine auf der Straße stehen. Das Ordnungsamt kassierte mittlerweile Schwarzgelder, so dass wir auf der sicheren Seite waren.

Nach verschiedenen Spaziergängen besorgten wir uns dann einige Medikamente für umgerechnet 1,25 Euro, was uns zu der Annahme trieb, dass die Preise für medizinische Produkte in Deutschland leicht überteuert seien.....

Danach cruisten wir noch ein wenig den Strand suchend durch die Gegend und fanden schliesslich den Strand, an dem der Fischer Pedro sein Unwesen trieb. Schier begeistert von seiner positiven Ausstrahlung und dem Potential der Implantatprothetik fuhren wir dann wieder nach Anjuna zurück und ließen den Abend in alter Manier ausklingen.


Pedro, komm bald wieder, bald wieder nach Haus

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