Donnerstag, 9. Juli 2009
Agra und der Taj Mahal
....Nachdem wir dann unser Toilettentrauma verdaut hatten, ging es gut gestaerkt mit unserem Fahrer Najerai (oder so) und einem (ich glaub englisch sprechenden) Guide.
Es muss erwaehnt werden, dass wir unsere komplette Tour bereits bezahlt hatten, aber der Inder nicht vor sogenannten versteckten Kosten zurueckschreckt.

Am Taj Mahal angekommen kaempften wir uns wieder ein ums andere Mal durch die vielen Verkaeufer (vorzugsweise Minderjaehrige), aber die "no, thank you's" kamen diesmal viel eleganter und professioneller, so dass irgendwann auch der letzte Verkaeufer merkte, no is no, but...

Der Taj Mahl kostet fuer Einheimische 10 Rupien (also 14 Cent), fuer Foreigners gab es einen kleinen Aufschlag in Hoehe von 7500 Prozent, was nach Adam seinen Riesen dann 750 Rupien (also ca 11 Euro) ausmachte. Nun ja, wir bezahlen so etwas gerne, um die Tempelpflege voranzutreiben...und der Taj Mahal ist wirklich wunderschoen und sehenswert (im Gegensatz zu diversen anderen "Sehensunwuerdigkeiten"). Ein Palast der Liebe...Wir hatten uns gefragt, ob das wohl der richtige Ort sei, um seiner Angebeteten ein Proposal zu machen....Besonders wenn das Licht sich veraendert, wechselt auch der Marmor seine Farben und taucht den ganzen Palast in Farben von gelb bis rot....


Der Taj Mahal in bruetender Hitze

Die Funktionsweise von Marmor sollte uns dann auf unserer Schlepper/Neppertour naehergebracht werden. "Just look sir, no buy.." Alles klar, wir fuhren dann also zum naheliegenden Marmorhersteller und liessen uns die Produktionstechnik erlaeutern. Anschliessend versuchte uns der Superseller dann, einen Marmortisch aufzuschwatzen. Die Situation sieht so aus: Man wird auf eine Couch in die Ecke eines Raumes gebracht, es wird Tee gereicht und alle Stuecke von sehr teuer-no thanks bis sehr billig-maybe I buy vorgelegt. Dann stehen meist 5 Leute um einen rum, die einem das NEIN wirklich schwer machen. Man muss dann wirklich wissen, dass man keinen 300 kg schweren Tisch auf seiner Backpack-Tour mitnehmen moechte, was natuerlich auch mit dem Argument "no problem, sir, I can send you" ausgehebelt werden soll. Fuer jedes gekaufte Teil bekommt unser Fahrer, der Guide und der Touroperator eine schoene Provision. Man kann sich vorstellen, wie teuer im Endeffekt die Ware ist....

Unser Guide wollte uns danach in sein Restaurant bringen, bei dem er natuerlich die meisste Kommission kassierte, aber irgendwie haben wir dieses System nach dem ersten Tag herausgefunden, was uns den Uebermut gab, unser Restaurant auch mal selber auszusuchen. Das war kein Fehler, denn der naechste Nepp wartet an der naechsten Ecke.
Nach "wisch cantry, sir" und der Antwort "Germany" wird einem lustigerweise immer das teuerste Menue empfohlen. Heute bekamen wir dann beim SilberschleppNepp die Antwort, wieso das so sei: "Germans are very rich", womit sie natuerlich zweifelsfrei Recht haben....

Nach Speisung ging es dann wieder ins SchneppNepp Restaurant unseres Fahrers Neirat (oder so), obwohl wir ihm klar machten, dass wir schon gegessen hatten. Nun ja, auch hier wollten wir nicht ungnaedig sein und ihn um seine Kommission bringen, also bestellten wir uns noch etwas zu essen, diesmal aber teilten wir uns das Mahl.


Niirach (oder so) vor unserem Restaurant

Vollgefressen und Neijerat (oder so) um Kommissionen reicher fuhren wir dann unsere Strategie ueberdenkend ins Hotel und freuten uns auf unseren Trip nach Jaipur, der Stadt des Silbers und der Hauptstadt Rajasthans.........


Abschlepp- bzw. Anschubart auf indisch....

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